Etiquette beim Poker

Poker kann auf eine lange Tradition zurückblicken und daher ist es kein Wunder, dass sich eine gewisse Etiquette eingebürgert hat, also bestimmte Umgangsformen, an die man sich unbedingt halten sollte, wenn man Live-Poker im Rahmen eines Pokerturniers oder im Pokerraum eines Kasinos Poker spielt. In geringerem Maße gibt es sogar beim Online-Poker Umgangsformen, die man beachten sollte, obwohl man die anderen Pokerspieler nicht von Angesicht zu Angesicht sieht. Daher sollte man sich mit der Poker-Etiquette auch dann vertraut machen, wenn man Poker online spielen möchte, da man sich ansonsten eventuell schnell den Ruf einhandelt, ein Rüpel zu sein. Dies gilt vor allem für die Chatfunktion, die mittlerweile viele Onlinepokerräume anbieten. Es fällt leider allzu leicht, aus der Anonymität des Internet heraus krasse Beleidigungen vom Stapel zu lassen und sich abfällig über Spielzüge der Gegner zu äußern, aber das ist sehr schlechter Stil und sorgt nur dafür, dass die Atmosphäre am virtuellen Pokertisch weniger entspannt und angenehm ist.

Während eine Hand gespielt wird, sollte man seine Karten auf keinen Fall offenbaren. Dies gilt selbst dann, wenn man aussteigt, denn es kann einigen verbleibenden Pokerspielern einen Vorteil über andere Spieler verschaffen, die Karten zu sehen. Aus dem gleichen Grund sollte man, nachdem man ausgestiegen ist, nicht auf neu aufgedeckte Karten reagieren, sondern sich während dem Rest des Spiels ruhig verhalten und es den verbleibenden Pokerspielern überlassen, Kommentare abzugeben. Man sollte es außerdem generell vermeiden, Spielzüge anderer Spieler am Tisch zu kritisieren oder diese verbal anzugreifen. Wird man selbst attackiert, reagiert man darauf am besten ausweichend und gelassen, anstatt sich in eine Diskussion verwickeln zu lassen. Man sollte nur dann spielen, wenn man an der Reihe ist, und nicht im Eifer des Gefechts vorpreschen, da dies den Ablauf der Spiels stört und da andere Spieler sonst Informationen erhalten können, über die sie eigentlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht verfügen sollten.

Auch wenn es manchmal schwer fällt, sollte man sich davor hüten, dem Dealer die Schuld zu geben. Ebenso sollte man dem Dealer nicht deswegen ein Trinkgeld verweigern, weil man eine Pechsträhne hatte, da es wirklich nicht seine Schuld ist und da man dadurch in einem wirklich schlechten Licht erscheint. Der Dealer erledigt schließlich nur seine Arbeit und verdient dafür Respekt; er hat keinen Einfluss auf die Karten, die man bekommt. Beobachtet man andere Pokerspieler beim Pokern, dann sollte man während des Spiels nicht über dieses sprechen, denn die Spieler sollten sich voll und ganz auf ihre jeweiligen Gegenspieler konzentrieren können, anstatt schlaue Kommentare von außen hören zu müssen.

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