Alle haben eine Lieblingshand

Beim Poker spielt trotz aller Mathematik und Psychologie auch Aberglaube eine entscheidende Rolle für das Baugefühl während einer Partie. Ob nun also für das Poker Spielen oder in vielen anderen Lebenslagen, der Mensch möchte einfach daran glauben, dass ihm eine bestimmte Sache Glück beschert. Beim Poker sind es viele Dinge, die von der Sonnenbrille bis zum Glücksbringer immer wieder am Fließ zu sehen sind. Ein Aberglaube jedoch gilt für Poker beim Spielen im Casino oder beim Poker online gleichermaßen: Der Glaube an die Lieblingshand.

Amerikanische Kommentatoren nennen sie “Favorite Hand” und kennen sie von fast jedem Star der Poker-Szene. Aber auch alle weniger Professionellen, die gern Poker spielen, entdecken irgendwann im Laufe ihrer Pokerkarriere ihre ganz persönliche Lieblingshand. Doch woher kommt sie? Was beeinflusst sie? Und warum ist sie für Poker so wichtig? Fragen, die Fans von Poker jetzt beantwortet bekommen.

Die Lieblingshand entstammt der Erfahrung. Während Menschen Poker spielen, lernen sie konstant hinzu. Sie lernen die Kontrahenten zu lesen und richtig einzuschätzen. Sie erfahren viel über das eigene Spiel. Und so bildet sich über die Zeit auch die persönliche Lieblingshand heraus. Denn sie ist es zumeist, mit der beim Poker wiederholt gewonnen wurde. Sie ist es, die vom ersten Blick an ein gutes Gefühl verspricht. Mit der Lieblingshand vom Dealer zugeworfen glauben Selbstzweifler eher daran, dass sie in der kommenden Wettrunde erfolgreich Poker spielen können. Die Konzentration steigt. Der Mut wächst. Und der Optimismus ist ganz oben. Beim Poker ist die Lieblingshand wie ein Glücksmoment, in dem die Hoffnung am größten ist. Darum hat sie jeder. Und viele wünschen sie sich nicht selten in den brenzligsten Phasen einer Partie Poker.

Denn die Lieblingshand beeinflusst die Art und Weise, wie Menschen Poker spielen. Nicht ohne Grund wählen die meisten Pokerspieler ihre Lieblingshand so, dass sie optimal zur eigene Spielweise passt. Es muss also nicht unbedingt AA sein. Es gibt auch Könner von Poker, die A10 oder J10 als Lieblingshand erklären. Die einen lieben es, mit der Lieblingshand risikohaft Poker zu spielen – auf eine Straße zu hoffen oder auf einen Drilling, um richtig abzukassieren. Ob alles am Ende so klappt, ist nicht sicher. Dennoch muss es mehrfach funktioniert haben. Sonst wäre eine Lieblingshand nicht diese.

Schlussendlich ist die Lieblingshand auch ein gern diskutiertes Thema. “Warum gerade sie?” oder “Meine Lieblingshand beim Poker ist …”, so heißt es immer wieder und längere Philosophierunden können daraufhin ausbrechen, um zu klären, welche Lieblingshand denn nun die beste sei und warum man sie haben sollte, um effektiv Poker spielen zu können.

Am Ende bleibt die Lieblingshand dennoch eine private Angelegenheit. Niemand kann und sollte sie einem ausreden. Immerhin sorgt sie nicht selten für die spannendsten Wettrunden während einer Partie Poker, wenn zurückhaltende Kontrahenten plötzlich aktiv und risikofreudig werden, nur weil sie gerade ihre Lieblingshand halten.

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